DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback
Das ist der Podcast von Dirk Neubauer. Ehemals Landrat, vormals Bürgermeister, politischer Denker im lokalen Raum. Jetzt Unternehmer, Keynote-Speaker, Grüner Investor und Spiegel-Bestsellerautor. Gründer des Denkwerkes Ost. Hier werden Themen des sächsischen Outbacks behandelt. Die letzte Meile der Politik will hier Denkanstöße platzieren, Debatten spiegeln und Einsichten geben in das, was uns im lokalen, politischen Kleinstraum beschäftigt.
DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback
#BreakingNews: Gaspreis explodiert - Engültig End of Billig
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Die Wärmepumpe, Habeck und die Energiewende haben wir zum Teufel gejagt. Jetzt zeigt sich: Der Mann hatte komplett Recht. Die Gaspreise werden schon bis 2030 extrem steigen. Mit ein bisschen Pech trifft es uns schon in diesem Winter. Schon jetzt ist die Wärmepumpe weit billiger als alles andere. Statt diese zu unterstützen, rudert die Bundesregierung zurück. Unsere Bundeswirtschaftsministerin Reiche als Gaslobbyistin torpediert die Energiwende, veschleppt den Netzausbau und will Gaskraftwerke bauen. Schafft es aber parallel nicht, Versorgungssicherheit mit Gas herzustellen. Vom Klimaschutz ganz zu schweigen. Der Schutz der großen Energiekonzerne und der daraus resultierend falsche Kurs kostet einmal mehr die Bürgerinnen und Bürger viel, viel Geld. Wir braucne ein Bekenntnis zu gründen Strom, zum Netzausbau mit stabiler Batterie und zu Gas mit Augenmaß. Sonst wird dieses Land wirklich den Bach runter gehen.
Hallo, liebe Freunde der gepflegten Kommunikation und Information, hier ist wieder Dorf.energy. Mein Name ist Dirk Neubauer. Heute nicht aus Augustusburg. Ich bin auf Dienstreise, aber das ist ja egal. Videos machen können wir überall. Nachdem ich euch letzte Woche den Strompreis erklärt habe und was damit passieren wird und vor allen Dingen, warum die Preise so hoch sind, wie sie hoch sind, habe ich natürlich wahnsinniges Feedback bekommen, 10.000 Abrufe in dieser kurzen Zeit. Herzlichen Dank dafür. Viele, viele gute Fragen, viele, viele seltsame Kommentare, auf die ich natürlich nicht mehr reagiere, ganz ehrlich nicht. Also taubenschach spiele ich nicht. Ihr könnt alles immer prüfen. Ich mache hier mal einen Blog dazu und es gibt dazu die Quellen. Und wer mir nicht glaubt, der kann die Quellen prüfen und dann selber zu seiner Erkenntnis kommen. Ja, nachdem wir jetzt über den Strompreis gesprochen haben, müssen wir natürlich auch dringend über Gas reden und das müssen wir deshalb tun, weil auch der Gaspreis durch die Decke gehen wird. Und das ist nicht übertrieben. Kommt immer darauf an, wie man finanziell aufgestellt ist und was man durch die Decke gehen versteht. Aber dazu kommen wir heute noch und das kann ja dann jeder selber für sich rausfinden, ob das viel oder wenig ist. Wir haben derzeit die Situation, damit fange ich jetzt mal an, wir haben eine Bundesministerin, die aus der Gaslobby kommt. Das ist, glaube ich, mittlerweile allseits bekannt. Das finde ich schon relativ merkwürdig, dass jemand so ingeniert quasi Lobbyinteressen durchsetzen kann. Und das tut sie, indem sie die Energiewende im elektrischen Bereich wirklich torpediert. Anders kann man es nicht sagen. Ihr kennt alle die Nachrichten der letzten Woche. Es gibt fast über Entlassungen. Beim Bundesverband der Erneuerbaren ist es jetzt auch schwierig. Vielleicht auch nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, aber okay, damit will ich mich gar nicht befassen. Da habe ich zu wenig Einblick. Aber tatsächlich ist es so, dass die Energiewende ja wirklich gebremst wird. Also der Weg hin zur elektrischen Republik wird ja wirklich massiv ausgebremst. Und was ich überhaupt nicht verstehe, denn wir sehen deutliche Trends bei der Mobilität in Richtung E, wir sehen das beim Grünstrombedarf gerade für die Wirtschaft, insbesondere für Unternehmen, die sich im internationalen Wettbewerb befinden, die ja immer häufiger ihre CO2-Neutralität auch nachweisen wollen und müssen. Und weil die Energiequellen natürlich auch günstiger sind tatsächlich und stabiler, denn wir sehen jetzt alle diese Unsicherheiten und die Straße von Hormos haben die Fossilpreise in diesem Jahr Achterbahn fahren lassen. Und machen auch was mit dem Gas. Und jetzt wird es wirklich verrückt, weil elektrisch wollen wir nicht, obwohl das der günstigere Weg ist, wenn wir denn mal in den Netzausbau kommen würden. Und statt Druck auf die Netzbetreiber auszuüben, endlich in die Puschen zu kommen und die Netze auszubauen, und zwar wirklich tut du binnen, schnell. Und das auch vielleicht politisch zu begleiten, auch manchmal gegen die ein oder andere Bürgerinitiative, die gegen die ein oder andere Stromtrasse wettert, dann muss das Zeug vergraben werden, dann wird es richtig teuer, dann dauert es richtig lange und im Endeffekt zahlen wir das tatsächlich alle über unseren Strompreis. Also statt das zu tun und den Druck zu erhöhen, was nötig wäre, weil auch die Netzbetreiber momentan von diesen hohen Netzentgelten natürlich profitieren, das sind Einnahmeentwicklungen, teilweise plus 30 Prozent. Da haben die natürlich jetzt auch selber kein ökonomisches Interesse daran, das so schnell zu ändern. Das heißt, sie müssen Gas geben. Also statt das wirklich Strom geben, Entschuldigung. Statt das zu befeuern und den richtigen Weg einzuschlagen und endlich mal einen vernünftigen Kurs zu fahren, haben wir ja uns entschieden, wieder das Gas aufleben zu lassen, so ein bisschen im Soloprojekt in Europa. Denn die europäische Rechtsprechung ist eindeutig, die Ziele sind eindeutig, irgendwann 45 bis spätestens 1948 wird das Gas aus der Heizung verschwinden. Das muss man den Leuten sagen. Denn wer heute noch in Gas investiert, der muss dann wissen, dass das längstens für diese Zeit ist. Und das ist nicht mehr so lange hin. Und dass das nicht klug ist, das will ich euch heute erklären, denn wir haben natürlich Preisentwicklungen, die durch verschiedene Faktoren betrieben wurden, befeuert werden. Das ist zum einen natürlich die geopolitische Lage. Das haben wir, glaube ich, alles erlebt und das muss ich auch nicht weiter erklären. Was beim Öl passiert ist, passiert auch beim Gas. Das hat zum Beispiel zur Folge, dass durch die hohen Sommergaspreise der Befüllungsstand unserer Gasspeicher besorgniserregend niedrig ist. Also so niedrig wie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr mit um die 50, 51 Prozent. Da wird sich sicherlich noch was ein bisschen ändern, aber tatsächlich ist es so, bekommen wir einen milden Winter, haben wir Schwein gehabt, bekommen wir einen harten Winter, wird das wirklich eng. Es gibt verschiedene Berechnungen dazu, aber im Worst Case fehlen tatsächlich bis zu 9 Terawattstunden Heizleistungen. Und dann muss man schon die Frage stellen, wo das herkommen soll, wenn es denn dann nicht da ist. Das wird da sein, denn einen wirklichen Mangel an Molekülen an sich gibt es nicht, aber es wird was mit den Preisen machen. Und ja. Stand heute ist es so, dass wir in Deutschland einen durchschnittlichen Preis haben für die Kilowattstunde Wärme von ungefähr 11,9 Cent. Wenn ich das mal gleich mit einer Wärmepumpe vergleiche, da gibt es so eine Zahl, die nennt sich Jahresarbeitszahl, habt ihr alle schon mal gehört, kurz Jatz und da steht mindestens eine 3,5. Was heißt das eigentlich? Das heißt, dass die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 Kilowattstunden Wärmeleistung macht. Gehe ich also davon aus, dass der Wärmepumpenstrom gerade irgendwas zwischen 18 und 21 Cent liegt und ich das durch 3,5 teile, wird jedoch feststellen, dass das schon heute weniger als die Hälfte oder ungefähr die Hälfte ist von dem durchschnittlichen Wärme-Kilowattstundenpreis, den wir in Deutschland haben. Schon Stand jetzt ist also die Wärmepumpe deutlich günstiger als die Gasheizung. Das wird sogar noch mehr, denn Geopolitik habe ich gesagt, es werden durch diesen Trend, den ja viele Leute selber ausgerechnet haben, die sich also nicht für dumm verkaufen lassen haben, als man Robert Habeck und die Wärmepumpe quasi in die Wüste gejagt hat und schlecht geredet hat in diesem Land, was auch noch ganz viele negative Folgen hatte, auch für die Hersteller hier im Land. Aber auch das ist heute nicht Thema. Währenddessen haben ja viele Leute trotzdem rausgefunden, das ist gar nicht so schlecht und das ist gar nicht so ungünstig, und haben auf eine Wärmepumpe umgestellt und dadurch werden es auch immer weniger Gasabnehmer, was die Nebenkosten für die anderen, die verbleiben, steigen lässt. Denn so ein Netz hat feste Kosten und diese festen Kosten werden seit jeher umgelegt auf die Verbrauchenden da draußen. Und wenn das immer weniger werden, dann werden das immer höhere Kosten. Irgendwie verständlich. Das ist ein Faktor, der jetzt mit einer Rolle spielt. Und natürlich beginnt so langsam jetzt auch die Zeit der CO2-Bepreisung, was für den Klimaschutz von wirklich evidenter Bedeutung ist. Denn 50 Prozent unserer Energie, die wir verbrauchen, verwandeln wir in Wärme. Also benutzen wir, um unsere Behausungen warm zu kriegen. Und deshalb ist das natürlich ein ganz wichtiger Hebel, wollen wir unsere Klimaschutzziele erreichen. Und das müssen wir, glaube ich. Ich meine, wir sehen jeden Tag, was hier passiert und wie schnell sich die klimatischen Veränderungen gerade realisieren. Deshalb müssen wir handeln und das ist die größte Stellschraube. So, dies alles passiert. Und die CO2-Bepreisung pro Tonne wird jetzt in den nächsten Jahren bis 2030 schrittweise steigen. 2030 in einem mutmaßlich sehr verlässlichen Szenario irgendwas bis zu 120 Euro die Tonne. Und demzufolge werden die Preise nachziehen. Je mehr Geopolitik da noch dazu kommt, je mehr Schwierigkeiten wir auf diesem Planeten miteinander haben, was man ja alles noch nicht absehen kann, gäbe es dann nochmal Aufschläge. Aber wir tun mal so, als würde der große Gasfrieden ausbrechen. Und wir haben tatsächlich nur mit den Nebenkosten zu tun, also mit den Steuern, mit den Netznebenkosten, die auch schon fast zwei Drittel des Gesamtpreises ausmachen. Und konzentrieren uns jetzt mal wirklich nur auf diesen Pfad, dann werden wir feststellen, dass wir in 2030 in einem mittleren Szenario, also auch nicht mal Worst Case gerechnet, in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus im Jahr 774 Euro mehr Kosten haben werden. Für eine durchschnittliche Etagenheizung, also beim Einfamilienhaus werden da 20.000 Kilowattstunden angesetzt, für den Durchschnitt bei einer Etagenheizung sind es 10.000 Kilowattstunden, sind es immerhin auch 400 Euro im Jahr. So, das wird zur Stufenweise gehen, also bis 2030. Das sind nur vier Jahre. Wenn wir das weiterrechnen, werden die Zahlen noch größer. Ich habe es aber jetzt mal bewusst in einem Zeitraum gelassen, den man noch fassen kann. Vier Jahre wissen wir alle, sind schnell rum. Und das muss man einfach wissen, dass das kommt. Und dem kann man sich gerade als Mieter zum Beispiel überhaupt nicht entziehen, denn da habe ich so gut wie keinen Einfluss. Da wird der CO2-Preis noch ein bisschen aufgeteilt zwischen Mieter und Vermieter, je nachdem, wie gut das Haus gedämmt ist. Da gibt es verschiedene Klassen. Ob man 50-50 zahlt oder 70-30 oder am Ende nur 5% der CO2-Umlage, weil das Haus vielleicht besonders schlecht gedämmt ist. Das sei jetzt mal noch dahingestellt, aber Fakt ist, diese Preise und diese Entwicklung, die ist im Trend deutlich zu erkennen und die ist im Trend auch ziemlich, ziemlich intensiv. Und das ist nur ein mittleres Szenario. Also es gibt immer, wir nehmen in diesen Beiträgen immer, das gibt es immer drei Szenarien, die wir rechnen. Das ist der Best Case, der Middle Case und der Worst Case. Wir nehmen immer den Middle Case, um das auch mal ganz klar zu sagen. Also wir meinen hier nicht schwarz, sondern das, was wir hier sagen, wird ziemlich realistisch eintreten. Schlimmer werden kann es immer, weil wir nicht wissen, was sonst noch so auf dieser Welt passiert. Ja, das muss man, glaube ich, wissen. Und vor dem Hintergrund frage ich mich natürlich, warum dieses Land nicht endlich mal eine Entscheidung trifft und sagt, ja, wir sind elektrisch. Wir sehen in allen relevanten Bereichen, ob das die Mobilität ist. Wir sehen das ganz deutlich. In dem Zweit- also in dem Gebrauchtwagenmarkt steigen die Zulassungen der vollelektrischen wirklich steil an. Die Zulassungszahlen der Vollelektrischen steigen auch bei den Neuwagen steil an. Beim Heizen wäre es schon jetzt klug, eine Wärmepumpe zu haben. Und die Industrie und der Mittelstand, die brauchen diese grüne Energie natürlich auch, denn sie sind in internationalen Lieferketten und müssen nachweisen, dass sie sauber arbeiten. Und sie wollen natürlich auch bezahlbare Energie. Wir reden regelmäßig mit größeren Unternehmen, die sehr gerne eine Direktstromversorgung aus grüner Energie hätten, weil sie wissen, dass das für sie die günstigste und die stabilste Form und die größte Unabhängigkeit von allem Untenbild auf dieser Welt darstellt. Wenn das Unternehmen verstehen, verstehe ich nicht, dass es die Politik nicht versteht. Und da kann es nur einen Grund geben. Wir schützen gerade die großen Konzerne, die sozusagen ihr Oligopol, ihren exklusiven Zugriff auf eure Haushalte gerne behalten wollen. Ich kann das persönlich, kann ich das nachvollziehen. Bin ich der einzige Anbieter, der irgendwas kann, kann ich den Preis bestimmen und kann damit natürlich auch Geld verdienen. Aber das ist nicht im Sinne von uns allen. Das muss man auch mal ganz klar sagen. Und da rede ich noch nicht mal von Stadtwerken, die ganz andere Zwänge haben. Also wenn so ein Stadtwerk so ein großes Gasnetz in seinen Büchern hat, also sprich als Investition da irgendwo mal stehen hat, dann kannst du das nicht einfach mal abhaken und so tun, als gäbe es das nicht, wenn wir das Netz stilllegen. Aber da wäre Politik tatsächlich mal gut beraten, dort mal regulativ einzugreifen und eine Möglichkeit zu finden, wie man diese Gasnetze beispielsweise aus den Büchern bekommt. Das ist nur politischer Wille, das kostet auch einmal Geld. Irgend Schlauer Kopf hat mal ausrechnet, bundesweit, wenn das 10 Milliarden Euro, die das kosten würde, tatsächlich. Da denke ich, wäre die Allgemeinheit wahrscheinlich sogar bereit, das zu tragen und dann hätte man dieses Thema endlich aus der Welt und auch die Stadtwerke könnten sich auf die Elektrifizierung konzentrieren. Denn natürlich kann man ein so großes Invest, was man da in den Büchern hat, nicht einfach abhaken. Das ist buchätherisch einfach und wirtschaftlich einfach nicht möglich. Das wäre mal ein sinnvoller Move von Politik tatsächlich. Also wir haben es hier tatsächlich mit Konzerninteressen zu tun, ähnlich wie mit dem Strom. Ich habe das im letzten Video, was ihr so heftig geklickt habt, ja auch schon mal erklärt. Ähnlich ist es beim Gas. Wir haben hier dieselben Mechaniken und alles, was da von außen kommt und eine andere Versorgungsmöglichkeit bringt oder eine andere Preisgestaltung möglich macht, ist natürlich nicht willkommen. Ja, und da haben wir noch nicht mal über den Klimaschutz gesprochen, denn das ist der eigentliche Grund, warum wir das machen müssen. Und jetzt höre ich schon wieder, die gesamte Klimaleugnerfraktion da draußen, jetzt redet ja wieder so ein Zeug. Ich will es euch nur nochmal sagen, in der gesamten Erdgeschichte haben wir in den letzten 150 Jahren den schnellsten und größten Temperaturanstieg zu verzeichnen. Alle Temperaturanstiege vorher haben deutlich, deutlich länger gedauert, teilweise 10.000, 100.000 Jahre. Was ist der Unterschied? In 100.000 Jahren kann sich all das da draußen, inklusive auch wir möglicherweise, an das da anpassen, was da passiert. In 150 Jahren Industrialisierung haben wir es geschafft, so schnell zu sein, so viel Kohlenstoff aus der Erde zu kratzen, was dieser Planet als überschüssig erkannt in der Erde versenkt hat. Was dazu führte, dass wir ein dauerhaft stabiles Klima hatten, in dem auch die Menschheit sich entwickeln konnte, das war nämlich die zwingende Voraussetzung für unsere Entwicklung, war eine sehr stabile Zeit des Erdklimas und das machen wir gerade kaputt. Das müssen wir einfach verstehen. Und wir müssen auch verstehen, dass wir noch eine andere Diskussion nicht scheuen dürfen, nämlich die Frage, was ist denn wichtiger, Artenschutz oder Klimaschutz? Ich will das nicht gegeneinander ausspielen, aber wir müssen differenzieren, denn ich sage inzwischen, welche Arten wollen wir denn schützen, wenn sie vom Klima vorher komplett vertrieben werden? Wir sehen, wie hier invasive Arten inzwischen einwandern, die aus ganz anderen Klimaquadranten dieses Planeten kommen und heimische Arten verdrängen. Jetzt ist die Frage, wie mache ich denn nun einen Artenschutz am besten? Und ich glaube, da ist Klimaschutz ein wesentlicher Bestandteil. Und auch da müssen wir gerade mit Blick auf die Erneuerbaren, ich kenne diese ganzen Diskussionen Windkraft im Wald, ja, zum Beispiel, da muss man einfach abwägen und wirklich jetzt mal Wissenschaft auch sprechen lassen und nicht immer das eigene Bauchgeführung, das, was ich glaube und das, was ich gerne hätte und meine Befindlichkeiten gegenüber der einen oder anderen Sache, die da passiert. Ich glaube, wir sind gut beraten, wenn wir wieder gemeinschaftlich denken werden und wirklich versuchen, den gemeinsam besten Weg zu finden. Dazu würde gehören, und das ist ganz, ganz wichtig, das auch nochmal zu sagen, den politischen Fehler of 2015 endlich auszumerzen anders, and wirklich voll in den Netz ausbauen. We have no strong in Deutschland. We have it not done, where we brauchen. And that führt zu einer Kostenexplosion, die wirklich, wirklich nicht schön ist und die auch nicht wirklich sein müsste, wenn wir endlich, endlich, endlich mal die Entscheidung treffen würden, um unsere Infrastruktur nach vorn zu bringen. Denn hätten wir diese Trassen, die wir brauchen, würden wir auch in den Strompreisen ganz woanders stehen. Und da muss, das muss ich ganz klar sagen, muss der Druck auf die Netzbetreiber erhöht werden, dass es für die auch klar wird, ihr müsst das jetzt machen und ihr könnt nicht sagen, das geht eben nicht, weil und das geht nicht, weil und das dauert, weil ich kenne das aus vielen, vielen Gesprächen, ich kenne das in vielen, vielen Regionen, dass es immer wieder diesen Text gibt, warum es alles nicht geht. Wir müssen da jetzt Gas geben und das Strom geben, Entschuldigung. Und wir müssen vor allen Dingen auch, und das adressiert jetzt uns als Bürgerinnen und Bürger, wir müssen auch akzeptieren, dass da mal eine Stromtrasse vorbeikommt. Denn irgendwie wollen wir den ja haben und irgendwie muss er zu uns kommen. Und solange das noch nicht wireless geht oder per Post oder im Download, müssen wir sehen, dass wir den Strom zu uns bekommen. Oder wir kommen zu einem zweiten Modell, was ich auch immer wieder predige, das elektrische Dorf. Wir kommen zu einer stärkeren regionalen und lokalen Selbsterzeugung und versorgen vieles erstmal vor Ort und bringen dann nur weg, was wir selber nicht brauchen. Auch das könnte ein Weg sein. Momentan ist es aber so, dass also quasi diese Energiewende ja komplett von vielen, vielen Seiten einfach torpediert wird und negiert wird und die Notwendigkeit infrage gestellt wird und etwas wirklich Gut Funktionierendes, Effizientes, Preiswertes kaputtgeredet wird. Und wir sehen es, jetzt komme ich nochmal auf das ursprüngliche Heizthema zurück, wir sehen es ja schon jetzt. Die Wärmepumpe ist schon jetzt deutlich günstiger als mit Gas zu heizen. Stand heute. Und da rede ich nicht von den künftigen Entwicklungen, wo die Schere von Gas und Strompreis so auseinander gehen. Und da vielleicht auch nochmal ein Hinweis. Man hat den Leuten erzählt, ihr müsst ein gesamtes Haus auseinanderreißen, ihr müsst da ein Niedrig-Energiehaus draus machen, sonst rechnet sich das überhaupt nicht. Das funktioniert alles nicht. Alles Unsinn. Wirklich. Also wenn ihr nicht gerade eine Brettergude habt, wo man durch die Wand besser gucken kann als durch die Fenster, dann kommt man in der Regel auch mit einer Hochtemperaturwärmepumpe ziemlich weit. Und selbst da, man wird da wahrscheinlich nie die Werte eines Niedrichenergiehauses erreichen. Das müssen wir aber auch vielleicht gar nicht. Sondern man erreicht vernünftige Werte, die man bezahlen kann und die auch ökologisch immer noch vernünftiger sind als alles andere, was wir machen. Und da geht es tatsächlich auch, normale Häuser einfach schlicht und ergreifend auf eine neue Wärmequelle umzustellen. Da muss ich auch mal das Handwerk adressieren. Ich weiß, das macht man überhaupt nicht, weil das gibt nur böses Blut. Aber ganz ehrlich, auch ihr müsst euch da mal auf den neuen Pfad begeben und euch mit diesen Technologien auseinandersetzen. Ich habe das wirklich selber ja auch schon erlebt, dass mir immer wieder irgendwer irgendwelche Urall-Technologien anpreist, weil er sich selber damit nicht auseinandersetzt. Und wenn wir jetzt wirklich wollen, dass gerade im ländlichen Raum, wo das ein großes Problem werden wird, aufgrund der demografischen Struktur, aufgrund der Einkommensstruktur, die wir dort haben, was ja mit Demografie in der Regel zusammenhängt, wird das eine politische Frage sein, ob die Menschen sich das Leben dort noch leisten können oder nicht. Und da ist die Heizungsfrage die entscheidende Frage. Nicht der Lichtstrom und vielleicht auch nicht das Auto vor der Tür. Ja, ich habe es versucht, heute wieder ein bisschen kürzer zu machen, weil es gibt immer so Beschwerden, der redet immer so lange. Ich glaube, ich war zu schnell. Aber für alle, die es nochmal genauer wissen wollen, es gibt wie immer unter Dorf.energy slash Blog den entsprechenden Blocktext dazu, wie immer mit allen Quellen angegeben. Ihr könnt das, wie gesagt, alles gerne nachprüfen, was ich hier erzähle. Und wenn ihr Fragen habt und ihr in der Lage seid, die vernünftig zu formulieren, ohne Angriff, ohne persönliche Beleidigung, dann bin ich gern bereit, die auch zu beantworten. Kriegt ihr das nicht hin, rechnet nicht mit einer Antwort. Das mache ich nicht mehr. Ich glaube, das muss man auch nicht mehr. Die Sachlage ist so eindeutig, dass ich mich sogar frage, warum es Menschen wie mich braucht, die das Menschen wie euch erklärt. Denn die meisten von euch wissen das eigentlich. Was wir hier führen, ist tatsächlich eine Glaubensdebatte. Und so eine, wir haben da so eine Debatte draus gemacht, Linksgrün Vogue ist alles, was irgendwie mit Erneuerbaren zu tun hat und mit Zukunft. Und da sage ich euch ganz ehrlich, wenn das so ist, dann bin ich gern Linksgrün Vogue. Also denn Zukunft zu gestalten, ist immer noch besser, als sich von der Zukunft überrollen zu lassen. In diesem Sinne, vielen Dank für die Geduld und für das Interesse, für dieses Video. Wer das Ganze zum Strom wissen will, es gibt ein Video von, glaube ich, knapp zwei Wochen vorher. Da behandle ich das Thema genauso. Es gibt zu beiden den Blog dazu. Es gibt das Ganze noch als Podcast, den ich immer hier sozusagen als Nebenprodukt abscheide. Also solltet ihr nicht die Zeit haben, euch das Video ganz anzugucken, hört es nebenbei im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Passt auch. Wenn es euch gefallen hat, teilt es. Wenn es euch nicht gefallen hat, teilt es auch. Denn ich glaube, es ist Zeit, dass wir uns alle gegenseitig informieren und vor allen Dingen, dass wir uns mit den Themen befassen. Und zwar faktisch und nicht in irgendeiner Glaubenswabbel von Hans-Jürgens 134 auf TikTok. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Euer Dirk Neubauer von Dorf.energ. Tschüss.